Der Immobilienmakler

Immobilienmakler

Für viele ist der Beruf sicherlich ein Traumberuf! Er ist gerade in aller Munde, da die Immobilienpreise ja so in die Höhe geschossen sind. Aber dies wird sich auch wieder ändern. Es ist eben alles eine Frage der Zeit, denn wir leben ja in einer saisonalen Kurve.

Im Moment leben wir in einer Hochphase. Wenn der – für diese Jahre – höchste Punkt erreicht ist, dann kommt die Explosion und der freie Fall der Preise. Dann, bis wieder ein ertragbares Niveau erreicht worden ist und dann kommt eben wieder der Aufschwung, der Boom und dann wieder die Hochphase mit der Überhitzung des Marktes und so weiter…

Der Traumberuf

Es sieht so schön und einfach aus: Der Immobilienmakler zeigt den Interessenten nur mal kurz die Immobilie und schon hat er ganz viel Geld verdient! So schön, so einfach sieht es aus! Das wollen Sie bestimmt auch machen. Reich werden mit kaum Arbeit! Aber so einfach ist es leider auch nicht. Ein Makler muss einiges an Vorarbeit leisten und auch Geld investieren um dann einmal an seine Maklerprovision zu gelangen. Ok, wir sehen die Makler für Luxusimmobilien im Fernsehen und sehen, wie diese nur mit dem Verkauf von einer Immobilie vielleicht einige zehntausende an Euros verdienen. Manche sogar noch mehr! Und eine Immobilienmakler ist immer braun gebrannt und hat eine goldene Uhr und ein schickes Auto. Soweit der Volksglaube.

Der Markt ist umkämpft

Da die Immobilienpreise in die Höhe gegangen sind und alle nur die Dollarzeichen in den Augen haben, da will natürlich jeder Immobilienmakler sein! Mitverdienen am Betongold, so einfach, so schnell! Ob nun als Immobilienmakler in Köln oder als Makler Aachen oder vielleicht in Düsseldorf: überall in den Großstädten sind die Quadratmeterpreise gestiegen und führen zu gigantischen Provisionen für solch einen Makler. Aber es muss natürlich auch erst einmal ein Abschluss her!

haus

Verkaufsobjekte ergattern

Und da ist auch schon das erste, große Problem: weil es plötzlich so viele Leute gibt, die gerne den „schnellen Euro“ verdienen wollen, sind dann natürlich auch die Verkaufsobjekte auf dem Markt hart umkämpft. Immobilienagenturen gehen sogar schon so weit, dass sie Privathaushalte per Wurfpost anschreiben, ob man nicht mal eben sein Haus oder seine Wohnung kostenlos bewerten möchte. Ich mag gar nicht daran denken, was die einem dann raten… so nach dem Motto: „Sie müssen jetzt unbedingt verkaufen! Der Markt ist im Moment so hochpreisig, da kann keiner sagen, wie lange das noch so bleibt!“. Also verkaufen Sie mal besser und der Makler hat endlich wieder ein Objekt für die Vermittlung gefunden! Der Einstieg geht also erst einmal über eine kostenlose Beratung oder Bewertung.

Das Maklerbüro

Sicherlich ist der Klassiker einfach das Maklerbüro. Es befindet sich in der Fußgängerzone oder zumindest in B-Lage (es kommt also mal jemand vorbei) und der Makler ist somit präsent. Im Schaufenster hängen meist diverse Exposés und der Hinweis, dass man ja gerne auch Ihr Objekt verkauft. Nun kommt der Kunde von ganz alleine. Zumindest in der Theorie! Sie sehen also, es ist gar nicht so einfach an Objekte zu kommen. Weitere Kanäle sind sicherlich das Internet und die Printmedien.

Viel Arbeit

Der Makler hat viel Arbeit! Objekte ergattern, danach die Bewerbung dieser Objekte. Es erfolgen im Besten Falle diverse Anfragen und Austausche zwischen Interessenten und Makler und dann natürlich die Besichtigungstermine. Ist man sich handelseinig, dann folgt sogleich der Notartermin und dann der ganze Papierkram. Oh man, werden Sie jetzt vielleicht denken: ist ja doch gar nicht so einfach! Genau! Also Augen auf bei der Berufswahl!

Betongeld: Die Explosion der Immobilienpreise

Ja, genau: Man bekommt keine Zinsen mehr auf der Bank. Um das mal ganz platt zu formulieren. Der Otto-Normalverbraucher ist hier schon ein ganzes Stück überfordert. Den „der Deutsche“ als solcher ist ja eher ein risikoscheuer „Unternehmer“ der ja gerne sein Geld vermehren mag, aber bitte ohne Aufwand und Risiko. Dies ging bisher in Deutschland ganz gut, aber nicht mehr … und ich denke auch auf lange Sicht nicht mehr. Was macht man also nun mit seinem ja, so hart ersparten Geld-Schätzen?

Betongeld als Lösung?

Aktien sind ja auch viel zu riskant und der Deutsche Anleger traut mittlerweile auch den ganzen schicken und hippen Anlageberatern nicht mehr über den Weg. Was bleibt da eigentlich noch übrig als „vernünfte“ Geldanlage? Ja, genau, dann kaufen mir mal eine Wohnung! Oder ein Haus und vermieten es?! Merkwürdig ist es schon, denn dies beinhaltet ja auch immer eine Risiko, nämlich des Mietausfalls. Ich nennen jetzt mal ein Wort, welches ich immer direkt gehört habe, wenn ich eine Wohnung gekauft habe: Mietnomaden! Ja! Genau und gleich nochmal, weil ich das Wort so mag: MIIIIIEEETNOMAAAAADEN! Yes! Und jetzt geht es auch schon los…

Der Deutsche hat die Scheu vor den Mietnomaden verloren

Nun kaufen wir doch und riskieren doch tatsächlich auch mal eine Mietausfall, denn eins ist ja mittlerweile viel wichtiger: Der Werterhalt des Geldes und wenn es super läuft, dann steigert sich ja sogar der Wert der Immobilie?! Ja und jetzt kommt der Hammer: Weil die Herde der Deutschen Anleger sich dies als neues Superanlegeobjekt ausgedacht hat, steigen ja sogar die Preise der Immobilien!!! Es ist ja super! Die Herde erfüllt sich selbst ihren größten Wunsch: wir treiben die Preise nach oben!

Der Werterhalt ist geschafft, ja sogar die Steigerung

Na das ist ja klasse. Die Preise steigen! Die Immobilie ist also jetzt die ideale Anlageform für die Deutschen geworden. Schauen wir mal 🙂
Ist ja doch noch ganz so einfach wie geplant: Immobilien kosten auch Geld und wenn man mal Pech gehabt hat, dann sinkt die Rendite doch recht schnell. Manch einer Macht sogar Verlust! Aber im Moment ist das egal. Menschen mit einem großen Immobilienportofolio verkaufen vielleicht die ein oder andere Wohnung um einen satten Gewinn einzustreichen. Denn eins ist klar: Was nach oben geht, muss auch irgendwann mal wieder nach unten kommen 🙂

Parallelen zu jeder anderen Marktentwicklung

Es ist in jedem Bereich immer die gleiche Entwicklung und das auf und ab wird bereits in der Schule erklärt und gelehrt…
Wie in einem Konjunkturzyklus oder in einem Aktienchart geht es auf und ab. Im Moment sicherlich nur bergauf mit den Preise… aber irgendwo ist dann auch jede Blase mal geplatzt: egal ob Aktien oder Immobilien.

Gesunden Menschenverstand benutzen

Nicht um jeden Preis kaufen muss die Devise lauten! Falls Sie eine Immobilie kaufen, dann sollten Sie schon eine Weile den Markt beobachtet haben und die Preise kennen und Sie sollten sich nicht auf eine bestimmte Wohnung festlegen. Suchen Sie sich 2-3 gute Wohnungen aus und versuchen Sie alle möglichen Informationen über die Wohnungen zu erhalten. Hausverwalter, Rücklagen, Sanierungsstau, Zustand der Wasserleitungen und Elektroanlagen im Hause etc.

Der Staat will mitverdienen!

Der Immobilienboom weckt Interessen: Vater Staat will auch etwas mehr abhaben vom Kuchen: Deshalb steigt zum 01.01.2015 in Nordrhein Westfalen zum Beispiel die Grunderwerbssteuer auf 6,5%!!! Wow! Jetzt stellt sich natürlich irgendwann auch einmal die Frage nach der Rentabilität.

Fazit

Immobilien sind immer noch eine sehr gute Anlageform. Sie sind sicher und führen in der Regel immer zu einem monatlichen Ertrag. Aber eins müssen die Käufer immer bedenken: Immobilien machen immer Arbeit! Sie müssen sich Ihr Geld schon verdienen. Wichtig ist nur: Beobachten Sie den Markt und gewinnen Sie ein Gespür für die Preise am Markt. Denn nur so können Sie einen guten Kaufpreis erkennen. Denn nur bei einem guten Kaufpreis haben Sie die Chance auf eine gute Wertentwicklung Ihrer Immobilie. Dein Männerzeug.de